Heilpraktikerpraxis für
Psychotherapie und Entwicklung
Frau sitzt im Lotussitz auf einem Sessel und meditiert

Meditation in der Therapie - Wie Du innere Ruhe und Klarheit findest

Innehalten.


Still werden.


Hineinlauschen.

Was bedeutet Meditation?

Meditation lädt uns ein, die Aufmerksamkeit von außen nach innen zu richten. Vom ständigen Reagieren auf die Welt hin zum bewussten Wahrnehmen dessen, was gerade in uns geschieht.
Im Kern bedeutet Meditation:
 Im Moment ankommen.

Wir brauchen im Tun manchmal eine Pause und das bedeutet still zu werden und den Körper wahrzunehmen. Die Körperwahrnehmung unterbricht den Gedankenstrom und wir landen im Moment.

Warum wir diese Pause brauchen:

Unser Alltag ist geprägt von Reizen.
 Wir sind im Kontakt mit anderen Menschen, wir hören, sehen, sprechen, entscheiden, reagieren. Unsere Sinne sind permanent auf Empfang. Unser Nervensystem verarbeitet ununterbrochen Eindrücke aus der äußeren Welt. Meditation setzt genau hier an.
 Sie ist eine bewusste Pause vom Außen und eine Hinwendung nach innen.

Um Meditation zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf unsere Wahrnehmung. Sie geschieht auf mehreren Ebenen

  •  Sinne – sind die Brücke zur Außenwelt.
    Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten.
 Über unsere Sinne nehmen wir Reize aus der Umgebung auf. Sie sind die Schnittstelle zwischen äußerer und innerer Welt. 

 

  • Körperwahrnehmung – Ankommen im Hier und Jetzt.
    Neben den nach außen gerichteten Sinnen gibt es die Wahrnehmung nach innen, die Körperempfindungen. Ein Ziehen. 
Ein Pulsieren.
 Wärme oder Kälte.
 Ein Druck oder Weite im Brustkorb.
 Der Atem, der ein- und ausströmt.

 

  • Gefühle – im Körper erfahrbar.
    Gefühle sind keine abstrakten Konstrukte.
 Sie zeigen sich im Körper.
    Traurigkeit kann sich als Enge im Brustraum zeigen, Angst vielleicht als Unruhe im Bauch.
Freude spürst Du vielleicht genauso im Bauch, aber eher wie ein Kribbeln oder Prickeln wie Champagnerperlen.

 

  •  Gedanken – Wolken am Himmel
    Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass man in der Meditation „nicht mehr denken darf“. Das ist nicht das Ziel – und auch nicht möglich.
    Gedanken entstehen automatisch.
 Was wir jedoch üben können, ist der Umgang mit ihnen.
    Wir lassen Gedanken auftauchen und weiterziehen, ohne ihnen zu folgen, wie Wolken am Himmel.

 

Sinne, Körperwahrnehmungen und Gefühle sind unmittelbare Realität. Wenn wir sie wahrnehmen, sind wir im Hier und Jetzt – aufmerksam bei dem, was gerade ist. Gedanken dagegen sind in diesem Moment keine Realität, sondern Vorstellungen. Wenn wir ihnen folgen, verlassen wir das Hier und Jetzt. Hören wir jedoch auf, ihnen zu folgen, und beginnen stattdessen, sie zu beobachten, bleiben wir im gegenwärtigen Moment. Dann sind wir nicht mehr mit ihren Inhalten identifiziert, sondern bleiben in einer beobachtenden Distanz.

Frau sitzt im Lotussitz. Um sie herum blauer Himmel, helle Wolken

Wer beobachtet das alles?

Wenn wir still werden, bemerken wir:
 Wahrnehmungen kommen und gehen. 
Gedanken tauchen auf und verschwinden.
 Gefühle verändern sich.

Und doch bleibt etwas konstant.
Es gibt eine Instanz in uns, die all das bemerkt.
 Den inneren Beobachter. In der Meditation lernen wir, diese Ebene kennenzulernen.
 Denn häufig sind wir vollständig identifiziert mit dem, was wir denken oder fühlen.

Doch wir sind nicht unsere Gedanken.
 Wir sind nicht unsere Gefühle. Wir sind auch noch da, wenn ein Gedanke zu Ende ist.
 Wir sind noch da, wenn ein Gefühl sich wandelt. Diese Erfahrung kann zutiefst entlastend sein.
 Sie schafft inneren Raum.
 Und mit diesem Raum entsteht Wahlfreiheit.

Eine kleine Geschichte zum Abschluss

Mutter Erde und Vater Universum, von denen wir Menschenkinder alle abstammen, wissen so viel. Sie wissen um das ganze Geheimnis der Schöpfung und des Seins. Sie würden es gerne mit uns Menschenkindern teilen, doch sie wissen dass sie es erst tun dürfen, wenn wir dafür reif sind. Bis es soweit ist, müssen sie es sorgfältig verstecken, denn sonst schadet oder überfordert uns dieser Schatz an Wissen. Sie überlegen, wo sie es verstecken könnten. „Vielleicht auf dem höchsten Berg“ sagt Mutter Erde. Doch Vater Universum weiß: „Wir haben unsere Kinder so mutig gemacht, sie werden hinaufklettern und es finden“. „Dann vielleicht in der tiefsten See“. schlägt Mutter Erde vor. Doch beide wissen sofort, ihre Neugier wird sie auch da hinführen und sie würden es finden. Sie überlegen weiter und kommen zu dem Schluss: „Wir verstecken es in den Menschenkindern selbst“. Dann dann sind sie sicher, erst wenn die Menschen reif genug sind, werden sie sich nach innen wenden und es dort finden.

Meditation in der Therapie

Wie sie therapeutisch wirksam ist und Du profitierst. Eine kleine Zusammenfassung.

  • Gerade das bewusste Spüren des Körpers ist für viele zunächst ungewohnt, aber es ist ein Schlüssel zu Selbstregulation, emotionaler Klarheit und Selbstwahrnehmung.
    Meditation bedeutet nicht, Gefühle zu vermeiden.
 Im Gegenteil. Sie erlaubt uns, ihnen bewusster zu begegnen.

 

  • Die Wahrnehmung der Sinne, der Körperempfindungen und der Gefühle geschieht immer im gegenwärtigen Moment. Deshalb ist der Körper ein so kraftvoller Anker in der Meditation.

 

  • Wir üben, Empfindungen wahrzunehmen, ohne sie verändern oder bewerten zu müssen. Einfach präsent sein mit dem, was ist. Das gelingt nicht immer sofort – genau deshalb üben wir es.

 

  • In meiner therapeutischen Arbeit frage ich oft:„Wie nimmst Du wahr, dass Du traurig bist?“ Erst dann wird spürbar, was im Körper geschieht – vielleicht ein Ziehen im Bauch, ein Kloß im Hals oder eine Schwere im Brustraum.

 

  • Durch diese bewusste Wahrnehmung entsteht etwas Entscheidendes:
    Du erlebst Gefühle nicht nur gedanklich, sondern unmittelbar. Und dadurch kannst Du beginnen, anders mit ihnen umzugehen.

 

  • Wenn Du bemerkst, dass Du Dich in Gedankengeschichten über Vergangenes oder Zukünftiges verloren hast, darfst Du sanft zurückkehren – zum Atem, zum Körper, vielleicht in den Bauchraum, das sogenannte „Hara“, Deine innere Mitte.

 

  • Meditation unterstützt Dich dabei, aus Gedankenspiralen auszusteigen, innere Stabilität zu entwickeln und Dich selbst klarer wahrzunehmen.

 

Vielleicht hast Du Lust bekommen, Dich selbst auf diese Reise zu begeben.

In den kommenden Woche findest Du hier im Blog eine kleine Meditation, die Dich dabei unterstützt, Deinen Körper bewusster zu spüren – und in der Stille dem zu begegnen, was sich zeigen möchte.

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Autorin:
eva-maria klingler

Heilpraktikerin für Psychotherapie

„Hey, ich bin Eva. Auf meinem Blog teile ich Wissen und Meditationen rund um Psyche, persönliche Entwicklung und Zufriedenheit. Ich freue mich auf den Austausch mit Dir. Hast Du Fragen, ein Anliegen oder möchtest Deine Erfahrungen teilen? Schreib mir gerne!“

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